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Saug- und Wischroboter Proscenic 811GB im Test

Die Saugroboter der Firma Proscenic sind mir bei meinen täglichen Ausflügen in die Online-Welt der Smart Home Produkte bereits häufiger aufgefallen und daher freute es mich umso mehr, als mich die Firma Proscenic fragte, ob ich nicht Lust hätte einen Artikel über ihr neustes Modell, den Proscenic 811 GB, zu schreiben. Dieser verfügt über eine WLAN Verbindung und einen Alexa Skill.

Natürlich hatte ich Lust und so landete dieser alsbald auch als Paketsendung in meiner Wohnung.

Wie gut sich der Proscenic 811 GB im Alltag schlägt, lest ihr in den nächsten Zeilen dieses Artikels.

 

Beginnen wir wie immer mit den technischen Daten des 811GB

 

 

Durchmesser32 cm
Höhe7,9 cm
Arbeitszeit140 Minuten
Staubbehälter0,5 Liter
Wassertank240 ml
Lautstärke42 dB (Herstellerangabe)
BesonderheitenApp Steuerung, Alexa Skill

 

Der Lieferumfang

In der Verpackung des Proscenic 811GB befindet sich neben dem Saugroboter selbst folgender Inhalt:

  • Basisstation mit Netzteil
  • Fernbedienung (Batterien nicht enthalten)
  • Zwei Mikrofasertücher
  • Reinigungswerkzeug
  • Ein HEPA-Filter
  • Zwei Paar Seitenbürsten
  • Bedienungsanleitung in deutscher Sprache
  • Magnetband zur Raumabgrenzung

 

Mein erster Eindruck

Der erste Eindruck des 811GB ist durchaus positiv.

Das hellblaue Design mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, mir persönlich ist die Farbwahl allerdings nicht wirklich wichtig, solange die Leistung des Saugroboters stimmt.

Die Verarbeitung und die Qualität sind auf den ersten Blick ebenfalls sehr ordentlich und ich konnte keinen merkbaren Unterschied zu von mir vorher getesteten Saugrobotern, wie zum Beispiel von ILIFE, feststellen.

 

Der Proscenic 811GB von unten

Auf der Unterseite lässt der Saugroboter von Proscenic einige Ähnlichkeiten zu Modellen anderer Hersteller feststellen.

Die seitlichen Reinigungsbürsten sind ohne Schrauben montierbar und lassen sich so auch leicht zur Reinigung abnehmen.

An der Saugöffnung befindet sich eine rotierende Bürste, die zusätzlich mit Gummilamellen bestückt ist.

Die beiden großen Räder sind versenkbar und können somit leichte Hindernisse, wie zum Beispiel niedrige Teppiche, überwinden.

An der Unterseite des Staubbehälters befindet sich eine Klettaufnahme für ein Mikrofasertuch im Wischmodus.

 

Der Staub- und Wasserbehälter

 

Bei allen anderen Saug- und Wischrobotern die ich bisher ausprobiert habe, musste man für den Einsatz als Wischroboter den Staubbehälter entfernen und durch einen Wassertank ersetzen.

Beim Proscenic 811GB ist der Wassertank in den Staubbehälter integriert und ein Austausch ist nicht nötig.

Das finde ich persönlich sehr praktisch, da man so keinen größeren Aufbewahrungsort für einen Wassertank benötigt.

Der Staubbehälter fasst, laut Herstellerangaben, 500 ml.

Wenn man den Teil, welchen den Staubbehälter darstellt aus dem kombinierten Bauteil entfernt, kommt mir das Fassungsvermögen allerdings doch recht klein vor.

Entweder wurde hier bei der Angabe in der Produktbeschreibung das Fassungsvermögen von Staub- und Wassertank addiert, oder die Angabe ist nicht korrekt.

Allerdings sollte der Staubbehälter zur Reinigung einer normal großen Wohnung ausreichen.

Man darf dann nur nicht vergessen ihn regelmässig zu leeren.

Das beiliegende Magnetband bietet die Möglichkeit, Räume in denen der Proscenic 811GB nicht reinigen soll abzugrenzen. Dies hat im Test auch einwandfrei funktioniert. Sobald der Saugroboter das Magnetband erreicht, wendet er und setzt seinen Weg in eine andere Richtung fort.

 

Kommen wir zum Praxistest

Der 811GB besitzt vier Saugmodi, die man auch von anderen Modellen kennt.

So gibt es einen Spiralmodus, einen Kantenmodus, einen Zick-Zack Modus und einen Auto Modus.

Alle diese Modi kann man entweder auf der Fernbedienung oder über die App starten.

Zu der Einrichtung und Bedienung per App und Alexa komme ich aber später.

Startet man den Reinigungsvorgang des Saugroboters, so ertönt aus dem Gerät eine Sprachausgabe, welche allerdings von einer eher geringen Qualität ist. Diese kann man in der App jedoch auch deaktivieren.

Danach fährt der Proscenic 811 GB los und beginnt mit der Reinigung.

Was hier direkt auffällt, ist die Lautstärke des Gerätes. Auf der Produktseite wird diese mit 42 dB angegeben, was durchschnittlich ca. 20 dB weniger wären als bei vergleichbaren Modellen anderer Hersteller.

Im direkten Vergleich mit meinem ILIFE V80 ist der 811GB aber eher gleich laut und dieser ist mit 68 dB angegeben.

 

Der Saugvorgang

 

Die meisten Saugroboter haben als Standardprogramm ein Zufallsprinzip programmiert, bei welchem der Sauger kreuz und quer durch das Zimmer fährt und bei Berührung mit Hindernissen kehrt macht oder dieses umrundet.

Das Standardprogramm des 811GB besteht aber eher aus einer Art Mischprogramm aus Zufallsprinzip und gezieltem Abfahren von Bahnen.

So wendet der Saugroboter auch ohne ein Hindernis zu berühren und fährt seinen Weg etwas versetzt zurück. Das ist tatsächlich nicht unpraktisch, da so nicht manche Stellen im Raum zigfach gereinigt werden und andere dafür gar nicht.

Generell funktionieren die verschiedenen Saugmodi recht gut, bis auf einen.

Der Kanten-Modus verhält sich nämlich nicht so, wie ich es von anderen Modellen gewohnt bin.

Normalerweise soll ein Saugroboter, der im Kantenmodus eine nach aussen stehende Zimmerecke erreicht, diese umfahren und dann weiter an der nächsten Wand entlang fahren.

Der 811GB allerdings fährt eine solche Ecke nur zur Hälfte ab, um dann mitten in der Umrundung einfach geradeaus mitten in den Raum zu fahren. Das ist zum einen merkwürdig und zum anderen nicht wofür der Kantenmodus eigentlich gedacht ist.

Für mich ist dies der größte Kritikpunkt, da ich den Kantenmodus relativ häufig nutze und diesen als sehr nützlich empfinde.

 

Die Wischfunktion

Nachdem ich den Tank mit Wasser aus dem Wasserhahn befüllt hatte, liess ich den 811GB einige Runden durch mein Wohnzimmer drehen.

Man kann alle Saugmodi wie auch beim normalen Saugvorgang wählen, nur das der Roboter jetzt zusätzlich eine leicht feuchte Spur hinter sich herzieht.

Dabei kann man in der App einstellen, ob die abgegebene Wassermenge gering, mittel und stark ausfallen soll.

Die Wischfunktion funktioniert bei mir einwandfrei und durch die Kombination aus saugen und wischen landet auch eine Menge Dreck im angebrachten Mikrofasertuch.

Wie ich es allerdings schon zuvor bei den Tests zu anderen Saug- und Wischrobotern gesagt habe, ist die Wischfunktion für mich eher eine nette Nebenfunktion, da sie das Wischen eines richtig verdreckten Fußbodens definitiv nicht ersetzt.

Einen Nachteil des kombinierten Staub- und Wasserbehälters erfährt man, wenn man nach einem Wischvorgang wieder „normal“ saugen möchte.

Ist nämlich noch ein Rest Wasser im Tank, welcher auch nach dem Ausleeren noch vorhanden ist, so hinterlässt der 811GB am Anfang des Saugvorgangs einige kleine Pfützen auf dem Boden.

 

Steuerung per App und Alexa

Kommen wir zu dem etwas schwierigeren Punkt, denn diese Funktionen sind meiner Meinung nach der Grund dafür, dass einige Kunden auf Amazon eine eher schlechte Bewertung abgegeben haben.

Wie man aus der Produktbeschreibung entnehmen kann, kann man den Proscenic 811GB mit einer eigenen App Steuern und mit einem Alexa Skill dann auch sprachsteuern.

 

Update: Mittlerweile wird der 811GB mit der aktuellen Software ausgeliefert, wodurch die im Folgenden beschriebenen Schritte entfallen!

 

Allerdings gestaltet sich die Einrichtung dieser Features als durchaus schwierig und auch ich konnte dies erst nach Rücksprache mit meinem Proscenic Kontakt bewerkstelligen.

Als erstes fällt nämlich auf, dass es im Appstore zwei verschiedene Proscenic Apps gibt.

Um den Saugroboter mit dem eigenen WLAN, der App und später auch Alexa zu verbinden braucht man diese beide.

Man muss zuerst mit der alten App den Saugroboter verbinden, diesen auf die neuste Firmware updaten und danach wieder aus der App löschen.

Erst dann kann man eine Verbindung mit der neuen App (Proscenic Robotic) herstellen. Wer dies nicht weiss, der gibt wahrscheinlich nach ein paar Stunden erfolgloser Verbindungsversuche auf und ist gefrustet.

Nachdem ich also auf diese Weise den 811GB geupdatet und mit der neuen App verbunden hatte, konnte ich diesen auch per App durch die Wohnung lenken, Zeitpläne erstellen und noch einiges mehr.

Auch konnte danach mit dem passenden Alexa Skill der Saugroboter per Sprache gesteuert werden.

Allerdings ist der Sprachbefehl etwas gewöhnungsbedürftig, denn man muss „Alexa, sage Cleanbot…“ rufen, um den Reinigungsvorgang zu starten.

Was allerdings sehr schade ist, ist dass der Proscenic 811GB nach einiger Zeit in den Standby Modus geht und dann weder mit der App noch durch Sprachbefehl gestartet werden kann.

Nur, wenn er auf seiner Basisstation steht, bleibt er dauerhaft online.

Lässt man den Hausthaltshelfer also nicht generell bei Nichtbenutzung auf der Ladestation stehen, macht dies die Sprachsteuerung nahezu nutzlos.

 

Mein Fazit zum Proscenic 811GB

Insgesamt gibt es beim Proscenic 811GB einige Dinge die ich richtig gut finde aber auch negative Punkte.

Der kombinierte Staub- und Wasserbehälter, der automatische Reinigungsmodus und auch die App und Alexa Steuerung sind tolle Features.

Der schlechte Kantenmodus ist schade, könnten allerdings in Zukunft durch Updates verbessert werden.

Mit aktuell 229,00 Euro auf Amazon ist der Proscenic 811GB im mittleren Preissegment einzuordnen und dafür macht er seinen Job auch recht ordentlich.

Der Support von Proscenic ist meiner Meinung nach ausgezeichnet und ist immer bemüht dem Kunden Hilfestellung bei Problemen aller Art zu leisten.

Da die App regelmässig Updates bekommt merkt man, dass die Entwickler im Hintergrund weiter daran arbeiten bestehende Schwachstellen auszumerzen.

 

 


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